Im Dschungelbuch: Parque Nacional Corcovado

Dschungelkatzenjagd. Nein, wir sind nicht auf der Suche nach schnellen Autos oder Sportartikeln. Wir suchen echte Jaguare und wilde Pumas.
Das Team "deutsch-französische Freundschaft", bestehend aus Jean (ärgert große Krokodile), Julien (macht Schnitzeljagden in Paris), Clement (spricht nicht), Lenny (bekannt für seinen wärmenden Heizungshumor vom Chiripó), wir beide und Guide Steven (der schon mal einen Jaguar gesehen hat. Vor zweieinhalb Jahren. Aus 200 Meter Entfernung. "To be honest". Vermutlich.) macht sich auf den Weg in den wilden Corcovado. Wir wandern 20 Kilometer in den Park, übernachten zwischen Spinnen, und wandern wieder 20 Kilometer aus dem Park hinaus. Vorweg: Wir haben leider keine Jaguare gesehen. Auch keine Pumas. Dafür jede Menge Nasenbären, ein Riesen-Wiesel, Macaws, Geier und Adler, Wildschweine, Tucane, Affen jeder Art, große und kleine Käfer, Spinnen, Ameisen und Termiten und einen Tapir. Manches ist auf den Fotos gut festgehalten, vieles nicht. Zwischen schweißtreibenden Märschen am Strand und anstrengenden Hikes im Dschungel, erzählt Steven tolle Geschichten von Bullenhaien und Krokodilen im Fluss (die sich gegenseitig fressen), von Pumas, die zu nahe kommen (auf drei Meter, knurrend), von wilden Schweinen, die ihn auf Bäume zwingen (und Menschen töten können), von halluzugenen Frösche (die man für einen Rausch ablecken kann) und Haiangriffen am wundervollen Strand (weswegen wir dort nicht schwimmen können). Oh ja, wir sind im Dschungelfieber.

Wir überqueren mehrere Flüsse, zuletzt Brusttief im Wasser, die Rucksäcke auf dem Kopf. Frankreich ist gut drauf. Jean freut sich wohl auf Krokodile, die er hier vorbeischauen, er hofft auf neue Freundschaften. Irgenwie ist er verrückt. Die deutsche Hälfte freut sich nicht über Krokodile in dem Fluss, in dem sie gerade steht und noch weitere 70 Meter gehen muss.

Von da ab sind es noch ein paar Kilometer und dann erreichen wir, nach achteinhalb Stunden Wanderung, endlich die Rangerstation Sirena. Hier übernachten wir auf simplen Matratzen, essen Mitgebrachtes (Wraps mit Bohnencreme und Avocado) und versuchen neue Kartenspiele (mit Erklärungen in deutsch, französisch, spanisch, englisch).
Am nächsten Morgen um sechs Uhr geht es wieder los. Acht Stunden Marsch zurück. Diesmal scheint die Sonne. 
Nach unserer Ankunft im Dorf zurück geht's zur Pizzeria. Alle Anstrengung ist vergessen, Krokodile sind wieder das Thema...

Next Stop: Dorthin wo auch Tiger und Bär wollen.
Prognose: Panamá riecht nach Bananen.
















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen